Alice’s Restaurant Massacre Illustrated

Arlo Guthrie muss mensch einfach kennen und erst recht sein Erzähllied „Alice’s Restauraunt“ (ist schon ok – man wird sehen…). Wunderbar lakonisch erzählt er von ein paar Menschen, von Alice, von einer Kirche und Müll und wie es kam, dass er deswegen nicht in den amerikanischen Krieg nach Vietnam „durfte“.

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Nicht nur, dass die Geschichte gut erzählt ist – da könnte sich manch Erzähler biblischer Geschichten ein Beispiel nehmen. Steinwedesche Textreue funktioniert hier nicht, aber entscheidende Elemente sind aufgenommen: Fast! nur kurze Sätze, Wiederholungen betonen das Wichtige, Änderungen der Stimmlage rufen Aufmerksamkeit hervor. Und da dann kombiniert mit dem motivierenden Stil von Neidhard (Ich hoffe, die beiden können diese Adaption ertragen).

Diese wunderbare Erzählung ist illustriert mit Zeichnungen von Andrew Colunga und o.g. Stilmittel werden darin wiederholt. Fast wie in einem Kamishibai. Colunga fällt sonst mit illustrierten – mitunter abstrusen, absurden und morbiden – Legofiguren auf. Daneben zeichnet/malt er psychedelische Phantasiewelten, die mitunter einfach schlecht sind und andersmal echte Hingucker.

Vermutlich werden weder das Lied, oder der Text unsere Schüler hinter dem Smart-Ofen herlocken. Aber die Idee, einen Film mit Standbildern (auch wiederholten) zu gestalten und dazu Text oder Lied einzuspielen könnte zumindest auf mediale und methodische Ideen bringen.

CC BY-SA 4.0 Alice’s Restaurant Massacre Illustrated von Frank Wessel ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

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